QUAST-TVB – Teilverdrängerbohrpfahl

QUAST-TVB ist ein Teilverdrängerbohrpfahl gemäß DIN EN 1536. Im Standardwerk der EA-Pfähle, 2. Auflage, wird der Pfahltyp unter 5.4.7 „Teilverdrängungsbohrpfähle“ behandelt.

Bei der Pfahlherstellung wird ein auf ganzer Länge aufgewendeltes Vortreibrohr statisch, das heißt drehend und drückend, erschütterungsfrei mit sehr leistungsstarker Maschinentechnik abgeteuft. Dieses Bohrrohr ist unten mit einer Stahlplatte verschlossen.

Nach Erreichen der Endtiefe werden ein Bewehrungskorb und der Beton in das hohle Bohrrohr eingebracht. Anschließend wird das Rohr unter gleichgerichteter Drehung wieder gezogen. Um in harte Bodenschichten einzubinden, ist das Bohrwerkzeug an der Unterkante mit Schneidzähnen ausgestattet.

Je nach durchörterter Bodenart entsteht ein deutlich reduzierter Bohrgutanfall gegenüber vollfördernden Bohrverfahren. In der Regel kann bei dem Teilverdränger von maximal 50 % des theoretischen Pfahlvolumens ausgegangen werden.

Den Verfahrensablauf veranschaulicht folgende Grafik.

Das Bohrverfahren zur Pfahlgründung mittels Teilverdrängerbohrpfahl:

1. Bohrpunkt ansetzen

2. Bohren

3. Nach Erreichen der Endtiefe Bewehrung einstellen

4. Betonieren und sukzessive Ziehen

5. Fertiger Pfahl mit im Boden verbleibendem Stahldeckel

Die Vorteile des Teilverdränger-Bohrpfahls im Überblick

Teilbodenverdrängung – geringer Aushub
Sehr gute Bohrergebnisse auch in mitteldicht gelagerten Böden
Durchmesser bis zu 85 cm für hohe Lastabtragung
Emissionsarm (lärmarm, keine Erschütterungen)
Kurze Bauzeiten – schnelle Bauverfahren
Als Aufstandspfahl oder Mantelreibungspfahl
Bohrpfahl-Länge im Bauverlauf individuell anpassbar
Lückenlose Qualitätskontrolle durch Aufzeichnung der maßgebenden Prozessparameter

Teilverdrängerbohrpfahl
Teilverdrängerbohrpfahl

Die Besonderheit

Mit der Teilverdrängung des Pfahlvolumens geht eine Verdichtung der anliegenden Bodenflanke einher, was zu erhöhten Tragfähigkeiten führt. Dadurch können auch schlanke Pfähle hohe Lasten abtragen. Dass nur wenig Aushub anfällt, ist besonders bei kontaminierten Böden ein sehr positiver Nebeneffekt dieser Pfahlart.

Unser Bohrwerkzeug ist durch den Schneidkopf in der Lage auch Verwitterungslagen zu durchteufen und Aufstandspfähle sicher im Festen zu platzieren.

Um dies zu erreichen ist eine hohe Maschinenleistung erforderlich, welche mit einem Anpressdruck von 400 kN und einem Drehmoment von 470 kNm gegeben ist.

Eine kontinuierliche Prozessdatenerfassung ermöglicht eine lückenlose Dokumentation der Pfahlherstellung.

Die Varianten

QUAST-Teilverdränger-Bohrpfähle stellen wir in drei Durchmessern her:

  • QUAST-TVB 500 – 500 mm (Fuß=Schaft) → Rd bis 2.300 kN
  • QUAST-TVB 600 – 600 mm (Fuß=Schaft) → Rd bis 2.900 kN
  • QUAST-TVB 850 – 850 mm (Fuß=Schaft) → Rd bis 5.000 kN
Teilverdrängerbohrpfahl
Teilverdrängerbohrpfahl
Teilverdrängerbohrpfahl
Teilverdrängerbohrpfahl

Unser Service

Gerne arbeiten wir Ihnen ein Gründungskonzept samt Angebot zu Ihrem Bauvorhaben aus.

Wir helfen Ihnen gerne

+49 271 4031-233spezialtiefbau@quast.de

 

Diese Seite verwendet Cookies zu statistischen Zwecken. Mit der Nutzung der Seite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.